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Beverly mit Elektroantrieb?
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Ewald

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PM an Ewald

Beverly mit Elektroantrieb?

Erstellt am 26.12.12 11:29
Modifiziert am 26.12.12 12:29

Hallo!

Da wir ja gerade wieder Scherzchen machen ....

In diesem Jahr haben Susanne und ich uns ernsthaft mit elektrischer Fortbewegung auseinander gesetzt. Deshalb habe ich dann gestern mit Interesse im Spiegel Online den Artikel 7 Tage im Prius Hybrid gelesen.

Zusammengefasst steht da, dass im Kfz-Test-Leben dieses Fahrzeugs 5.000 km ganze 200 km, in Worten zweihundert Kilometer elektrisch zurückgelegt wurden. Das sind ja ganze 4 %!

Ich entwickle jetzt einen Schwerkraftantrieb durch potenzielle Energie für unsere Beverlys! Dazu wird ein potentieller Energie Speicher in Form einer extra schweren Zusatz-Masse in meinen Roller eingebaut. In einer parallelen Entwicklungsabteilung testen ich gerade dieses Prinzip mit einem Zusatztank potenzielle Energie mit Wasser nachtanken zu können. Zur Zeit führen wir in mehreren ein bis 1,5 Liter fassenden Spezial-thermisch-isolierten Edelstahlbehältern kaltes bzw erhitztes Tiefenwasser aus den Alpen mit. Verschieden Zusätze im Wasser in Form von Koffein und teeinhaltigen Substanzen und auch Versuche mit Zusatz von Zucker wurden erfolgreich absolviert. Deshalb das große Topcase lieber Manfred!

In jeden Fall lädt der normale Verbrennungsmotor beim Hinauffahren auf einen Berg den potentiellen Energiespeicher kontinuierlich auf. Das besondere dabei ist, dass dieser Speicher praktisch unendlich groß ist. Das bedeutet wenn potentielle Energie bei langen Berg-Auffahrten in großen Mengen erzeugt wird, kann diese kontinuierlich und verlustfrei gespeichert werden.


Die Großglockner Hochalpenstraße - ein ideales Testgebiet für den neuen Antrieb.



Ein ganz klarer Vorteil gegenüber Lithium-Ionen Akkus, die in solchen Fällen nur eine sehr begrenzte Kapazität haben und einem hohen Verschleiß unterworfen sind.


Kurz vor dem ersten Test in gut 2.600m Höhe.



Bei einer ersten Testfahrt auf den Großglockner haben wir diesen Speicher erfolgreich getestet. Der Speicher hat sich bei der Fahrt (20km) bis zur Edelweißspitze wie gewünscht geladen. Auf Grund der entlegenen Lage des Testgebiets waren die Übernachtungsmöglichkeiten für unsere Testmannschaft sehr dürftig und rustikal.


Übernachtet wurde in sehr spartanischen Unterkünften.



Am nächsten Morgen um 5 Uhr früh, verhieß der erste Blicke in die Bergwelt keine idealen Testbedingungen. Eigentlich hatten wir mit wolkenlosen Himmel gerechnet.


Wolken und Sturmfronten in Anmarsch auf das Testgebiet.



Die Temperaturen waren bis unter den Gefrierpunkt gefallen und wir befürchteten schon schwere Beeinträchtigungen unserer Wasserspeicher.


Über Nacht hatte dramatischer Schneefall eingesetzt. Foto einer der zahlreichen Überwachungskameras des Testgebiet.



Aber weder Eis, Schnee noch arktische Temperaturen sollten den ersten Test des neuen Antriebs in Frage stellen. Dank der thermischen Isolierung der H2O Zusatzttanks, konnten keine negativen Einflüsse auf die Speicherfähigkeit der transportablen, potentiellen Energiespeicher festgestellt werden. Und kurz vor der ersten Testfahrt waren die Temperaturen wieder deutlich über 0° Celcius.


Außentemperatur nahe dem Gefrierpunkt.


Auch konnte nach weit mehr als 12 Stunden Aufenthalt in über 2.600 m Höhe bei zum Teil arktischen Temperaturen keine Selbstentladung des Potentiellen-Energiespeichers festgestellt werden. Ein weiteres Plus gegenüber konventioneller Akku-Technik!


Unsere Testpiloten trotzen Wind, Wetter und Kälte.



Dann der eigentliche Test: Die Fahrt nach Heiligenblut (22 km). Diese wurde ohne die Verwendung des Verbrennungsmotors zurückgelegt und ein voller Erfolg.


Die Testmannschaft kurz bevor sie sich todesmutig mit den bisher ungetesteten Antrieb in die Tiefe stürzten.



Einschränkend muss noch erwähnt werden. Wir haben hier natürlich kein Perpetuum-Mobile, denn der Motor lief zur Aufrechterhaltung der Cockpit-Anzeigen und der zum Überleben der Piloten nötigen Griffheizung im Leerlauf, gedrosselt weiter. Rechnerisch bedeutet dies, dass wir lediglich 19 km statt der erwarteten 20 km ohne Verbrennungsmotor zurückgelegt haben. Aber für einen ersten Versuch finde ich dies einen sehr ermutigenden Auftakt. Wir liegen bereits bei der ersten Testfahrt sehr nahe an den geplanten 50 / 50 Aufteilung zwischen Antrieb mit konventionellen Antrieb und meinem zum Patent angemeldeten Antriebsverfahren.


Schneefräsen wurden im Testgebiet eingesetzt um überhaupt diese Testfahrt zu ermöglichen..



An dieser Stelle noch Mal unser besonderer Dank an das gesamte Team der Großglockner Hochalpenstraße und im speziellen Maße den unerschrockenen Helfer die stundenlang sich mühten die Testpiste schneefrei zuhalten. Erst ihre unermüdlichen Arbeit und der Einsatz von Groß-Fräsen ermöglichten diesen Test überhaupt.

Fördermittel habe ich bereits in Berlin und Brüssel beantragt! Auch die Verhandlungen mit einem österreichischen Limonaden Herstellers konnten erfolgreich zu Ende geführt werden. Die Firma möchte meinen Antrieb intensivst fördern und hat deshalb bereits in diesem Jahr einen ähnlichen Test in den USA durchführen lassen.


Wasser ein idealer Träger für potentielle Energie?


Übrigens während dieser ersten Testfahrt kam mir die Idee zu untersuchen ob die potentielle Energie von Wasser auch zur Erzeugung von anderen Energieformen verwendet werden kann. Ich habe da so eine Vorstellung von einem großen See mit einer Mauer davor!

Ewald

PS: Den ausführlichen Großglockner Testbericht findet Ihr in meinem alten Vespa-Blog Vespamenschen



Oggi tirata fuori la bestiolina!

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Ruedi

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PM an Ruedi

Beverly mit Elektroantrieb?

Erstellt am 26.12.12 13:18

Hallo Ewald,
so abwegig ist doch das mit den Elektrofahrzeugen gar nicht.
Was machen wir denn heute ? Wir Starten einen Motor, egal ob Benziner Ölbrenner oder Wankel. Der Motor läuft und wir zapfen über die Kupplung und Getriebe die Leistung ab. Aber das Ding läuft immer. Der E-Motor läuft nur wenn Leistung gebraucht wird. Und zwar mit dem vollen Drehmoment ab null ! Er ist kompakt, einfach gebaut und sehr leise.
Mit der heutigen Elektronik ist das Regulieren (Gas geben) überhaupt kein Problem. Auch die Energierückgewinnung beim Bremsen oder Berg ab. Lediglich der Energiespeicher, alias die Batterie/Akku bereitet noch Kopfzerbrechen. Wobei zu sagen ist, dass in den nächsten Jahren die Energiedichte um den Faktor 10 !! gesteigert werden soll. Das ist natürlich eine Ansage !
Nun sind da aber zwei Institutionen, die vorerst gar nicht begeistert davon sind. Das sind erst mal die Ölmultis, die ja bis zum letzten Tropfen verdienen wollen.
Dann ist da noch Väterchen Staat, der noch nicht weiss, wie er das Ganze besteuern soll.
Meiner Meinung nach, es betrift ja hauptsächlich dann Autos und LKW's, darf das Laden der Batterien/Akkus nicht länger als das Tanken dauern. Wie erreiche ich so was ? Mit wechsel Akkus ! Tankstellen hat es Weltweit genug. Also fahre ich wie gewohnt zur Tanke. Dort ist eine Einrichtung, die die Akkus von unten Scannt, dabei den Halter des Fahrzeuges und die Akkugrösse erkennt. Der Austausch und die Bezahlung erfolgt automatisch/elektronisch. Es dürfte dann nur z.B. drei Grössen Akkus für die jeweiligen Autos geben, damit das Ganze noch übersichtlich bleibt. Die leeren Akkus kommen danach in eine grosse Ladestation, wo sie schonend geladen werden. Da ja eine ganze Anzahl Akkus zusammen kommt, wird die Ladestation zu Spitzenzeiten, also zu Beispiel über Mittag, als Unterstützung für das Stromnetz gebraucht. Einspeisung über Wechselrichter ins Netz.
Aber wer macht den Anfang ? Das Benzin gab es auch mal nur in der Apotheke !
Gruss Ruedi


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Bevrider

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PM an Bevrider

Elektroantrieb mit Wechselbatterie?

Erstellt am 26.12.12 15:03
Modifiziert am 26.12.12 15:03

Die Wechselakkus sind kein Problem. Es gibt eine Firma, die das System aufbauen möchte. Dieses Unternehmen hat sich Israel als Test- Land aus geguckt. Wahrscheinlich wohl wegen der Größe des Gebietes, es bleibt für den Versuch überschaubar.

Ich muss mich jetzt noch was auslassen, zum Thema. Ist mein Gebiet, Energiewende.

Generell muss man zum Elektroantrieb folgendes erzählen: Die Autoindutrie hat überhaupt gar kein Interesse daran, Elektroautos zu bauen. Die Profitrate (man kann auch Gewinnspanne sagen) ist völlig unattraktiv. Stelle nur den eigentlichen Motor, Verbrennung und Elektro gegenüber.

Die Autoindustrie hält im Bereich Verbrennungsmotor zig Patente in den Händen. Brennraumgestaltung, Gemischaufbereitung/-verwirbelung, und tausend andere Sachen. Die Entwicklung hat viel Kohle verschlungen, die Patente zu erlangen kostet auch, und die Patente laufen nicht ewig. Dementsprechend lässt sich der Hersteller den Motor quasi mit Gold aufwiegen.
Dem gegenüber steht der Elektromotor. Kein Autohersteller hat hierauf ein Patent, die Teile sind klein, leicht und kostengünstig zu produzieren.

Als nächstes kommt die Wartung und Reparatur. Im Verbrennungsmotor kann alles möglich zu Bruch gehen, von der Wasserpumpe bis zu den Kolbenringen. Das heißt, die Hersteller verdienen ein weiteres Mal mit dem Ersatzteilverkauf. Von der Sekundärwirtschaft Werkstatt ganz zu schweigen, die würde weitgehend überflüssig werden.
Der Elektromotor hingegen ist im Vergleich sehr, sehr verschleissarm, geht kaum mal kaputt. Unter Profitgesichtspunkten, und die sind das alles entscheidende, völlig unattraktiv.


Also stellen die Hersteller Autos in die Schaufenster, zu denen eine schweineteure Batterie gehört, die aktuellen, unzureichenden Batterien lässt man sich mit derzeit ca. 10.000 Euronen bezahlen. Da man darüber hinaus das Konzept Auto kaum verändert, gegenüber dem Vehikel mit Verbrennungsmotor, werden die Dosen extrem schwer, und damit in Bezug auf Reichweite noch weniger attraktiv. Und im Gesamtpreis für den Normalverbraucher und sein weibliches Gegenstück ( ) nahezu unerschwinglich.

Um den Profit auch für die, zumindest nähere, Zukunft zu sichern, werden dann Geräte wie der Opel Ampera (satt über 40.000Euros) entwickelt.
(Dieser unattraktive Preis ist gleichzeitig die Grundlage, für die steuerliche Förderung von E- Autos durch die Bundesregierung. Diese wird u.a. notwendig, um das postulierte Ziel von einer Million E- Autos im Jahr 2020 in De zu erreichen. Gekauft werden die Karren allerdings wohl fast nur als Firmenwagen, wegen des Preises. Somit hat man unter dem Deckmantel Energiewende eine neue, bzw. Ersatzsubvention für Firmen geschaffen, wenn irgendwann vielleicht doch einmal die Subvention für die aktuellen Dienstfahrzeuge gekürzt oder abgeschafft werden.)
Der Ampera, ein Elektroauto mit Reichweitenverlängerung. Reine Augenwischerei, denn der Elektroantrieb, bzw. der Stromspeicher, reicht gerade mal für ca. 60 km. Dann tritt die Reichweitenverlängerung in Betrieb: ein herkömmlicher Benzinmotor treibt einen Generator zu Stromproduktion an. Also Motor und Lichtmaschine, wenn man so will. Das führt natürlich dazu, das Bauteile, wie z.B. der Auspuff, das Getriebe, Kühler und weiß der Geier, was noch alles, vorhanden sein müssen. Voila, die Patente ziehen immer noch.

Zurück zur Batterie, zur Wechselbatterie. Das funktioniert in etwa so, wie Ruedi oben schreibt, das System ist allerdings schon etwas weiter durchdacht. Man geht dabei von der genormten Batterie aus. Diese wird von unten mittels Hydraulik aus dem Auto heraus gehoben, eine geladene Batterie eingesetzt. Der Kunde geht zur Kasse der Stromtankstelle und zahlt. In den Kosten enthalten ist nicht nur Strom und Service, sondern auch eine Leihgebühr für die Batterie. Heißt also, die 10.000 Euronen in der Anschaffung für die Batterie zu kalkulieren, entfallen. Das E- Auto, wenn es denn von vornherein als solches konzipiert und gebaut wurde, (also ohne Motor, Getriebe, Abgasanlage etc., dafür mit Radnabenmotoren [gleich permanenter Allradantrieb]) wird erschwinglich, und allein durch die Gewichtsersparnis steigt die Reichweite. Niemand müsste eine Batterie kaufen.

Aber, wie schon mehrfach gesagt, die Autoindustrie verdient (aus ihrer Sicht) viel zu wenig an einem solchen Gefährt. Deshalb verzögert man wo man nur kann, betreibt Lobbyarbeit usw, usw. Dies ist zum Beispiel auch der Grund, das man sich bei Mercedes so extrem auf die Brennstoffzelle festgelegt hat. Patent heißt auch hier das Zauberwort.

Wer mir das ganze so nicht glaubt, glauben will, für den ein Fall aus der Vergangenheit:

Kalifornien hatte seinerzeit (1996) ein Gesetz verabschiedet, dem zur Folge 10% der Flotte eines jeden Herstellers Abgasfrei sein muss. Einzige Möglichkeit, das zu erreichen war logischerweise der Elektroantrieb. Also entwickelte General Motors das Elektroauto EV 1. (Elektrovehikel 1). Dieses, mit herkömmlichen Akkus ausgestattete Fahrzeug hatte eine Reichweite von ca. 100km. Allerdings hat GM dieses Auto nie verkauft, diese Auto konnte nur geleast werden. Mit Bedacht. Denn seit das Gesetz in Kalifornien gültig war, hat die Autolobby dagegen gearbeitet, letztlich erfolgreich. Dieses Gesetz existiert nicht mehr.

Der EV1 war ein Riesenerfolg, wenn auch die verleaste Stückzahl viel zu gering war. Viele der Übergangsnutzer dieser Dose waren begeistert, berichten, dass sie nahezu 90% aller Fahrten mit dem EV durchführten, und für die Spritfresser blieb nur ein kleiner Anteil. Was GM ein dicker, fetter Dorn im Auge war.

Nachdem, wie oben erwähnt, durch Lobbyarbeit das Gesetz zu Fall gebracht wurde, wurde GMs Vorhaben Realität: die Autos gehörten ja nach wie vor dem Konzern, sie sind ja nie verkauft worden, also nahm GM alle Leasingfahrzeuge zurück. Kein einziger EV1 fährt mehr irgendwo auf der Welt.

Aber: Sie stehen auf einer Riesen- Schrotthalde in der Wüste von Nevada. Und verrotten. Das nennt man dann im allgemeinen freie Marktwirtschaft.

Manfred


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Ruedi

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PM an Ruedi

Beverly mit Elektroantrieb?

Erstellt am 26.12.12 15:52

Volltreffer. Genau so isses !

Und sie merken immer noch nicht, dass man Geld nicht Fressen kann.

Man stelle sich vor: die ganze Welt ist nur noch ein riesiger Trümmerhaufen.

Zu oberst ist ein Schild.

Darauf steht: UND ES HAT HALT DOCH RENTIERT !!

Gruss Ruedi


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Paco

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PM an Paco

Zu: Elektroantrieb mit Wechselbatterie?

Erstellt am 26.12.12 20:41

Original von Bevrider am 26.12.12 15:03 Uhr

Aber: Sie stehen auf einer Riesen- Schrotthalde in der Wüste von Nevada. Und verrotten. Das nennt man dann im allgemeinen freie Marktwirtschaft.

Manfred


Noch ein Foto zu dem Bericht von Manfred ........................
............ und von mir einen guten Rutsch ins neue Jahr

Paco



Viele Grüße ... Paco
Man reist nicht nur um anzukommen, sondern vor allem um unterwegs zu sein. (J.W. Goethe)

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Topfpirat

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PM an Topfpirat

Beverly mit Elektroantrieb?

Erstellt am 26.12.12 23:43
Modifiziert am 26.12.12 23:48

Servus,

das sind ja wirklich fundierte Recherchen und Schilderungen. Chapeau!
Die Geschichte mit dem EV 1 hatte ich auch schon vor Jahren in so einer Stromlobby-Postille mal gelesen.

Was hier von Ewald eigentlich angeregt wurde, kommt mir aber in diesen Recherchen eigentlich etwas zu kurz: Bei Ewalds "Bericht" fliesst die Energie einfach den Berg runter. In der Realität scheint das anders zu werden.

Nämlich, daß die (Elektro)Energie für die Slot-Cars ja auch irgendwo generiert werden muss, und letztendlich irgendwie zum Fahrzeug - respektive zum Akku - transportiert werden muss.

Das geschieht in der Regel nicht emissionsfrei, nicht unter Ver(sch)wendung von Ressourcen der nötigen Transportwege, und letztendlich sind Wirkungsgrade des Gesamtsystems relevant.

Eine Brennstoffzelle (Patent hin oder her) ist immer noch mit einem höheren Gesamtwirkungsgrad gesegnet, und mit weitestgehender Emissionsfreiheit beglückt.
Habe gerade in Form eines solchen Modellbaukastens so ein Ding für meinen Junior unter den Baum gelegt, und bin selbst begeistert.

Autolobby ist sicher kritisch zu betrachten, aber Strom ist auch nicht einfach in beliebiger Menge soo problemlos vorhanden, oder produzierbar und transportierbar. Ferner ist die Stromlobby mindestestens genauso gierig und politisch präsent, wie die Öl- und Autobranche.

Ferner habe ich für mich persönlich mit solchen Leasingsystemen mein eigenes Problem. Bislang habe ich meine Fahrzeuge einfach gekauft, und nicht über irgendeine Form finanziert, und damit andere Branchen noch bereichert.
Wenn man Akkus im Tauschsystem - also fremdgenutzt und somit "gebraucht" - leasen muss, dann ist man nicht sicher, welche fehlbehandelten Teile einem ins Auto gesetzt werden, deren Reichweite nicht dem angenommenen Standard entspricht.
Wer weiß, wer in dieser Kette die Dinger nicht fachgerecht "behandelt" hat?

Hier in "Green-City" (Freiburg) fahren einige dieser Renault Twizy´s rum. Einen der Fahrer hatte ich mal auf einem Parkplatz kurz interviewt. Für das renaulteigene Akku-Leasing-System sind - je nach Kapazität der Akkus - 65€ im Monat fällig.
Kaufen kann man die nicht. Fehlendes Vertrauen des Herstellers in die Technik?
Obwohl der Twizy bei nüchterner Betrachtung durchaus ein Vehikel für den urbanen Nahverkehr als ÖPNV-Alternative sein könnte.

Als Werkstattersatzwagen hatte ich im Sommer mal einen A-Klasse "E-Cell" (meines Wissens nicht käuflich, nur leasbar) bekommen. Das ist wie Straßenbahnfahren, nur etwas leiser. Vollwertiges Auto, in der Stadt akzeptable Fahrleistungen, Reichweite ungenügend. Nach 50km war der Akku noch bei 30%.
Und ob die Wartungskosten wirklich so gering sind, wer weiß das (jetzt?) schon?

Öl ist vermutlich endlich, aber auf Elektro setze ich nicht die Zukunft, auch wenn es in D von der Politik so gewollt ist.
Da gibt es andere Alternativen!

Reine Verschwörungstheorien sind nicht unbedingt zukunftsfähig.

Gruß
Joachim


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Ruedi

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PM an Ruedi

Beverly mit Elektroantrieb?

Erstellt am 27.12.12 08:04

Hallo Joachim,
da sprichst Du einige Dinge an. Das eine ist die Energie und Ressourcen Verschwendung.
Das ist ein trübes Kapitel, wirklich. Da redet jeder auf seine Mühle. Ein Beispiel im grösseren Stiele war z.B. in Amerika (wo sonst ?). Es wurde mal angefangen Petrol-Öfen zu verschenken. (Wie grosszügig !)
Später, wo die Holz und Kohleöfen verschwunden waren, wurde dann der Preis für Petroleum "angepasst".
(natürlich nach oben, nicht nach unten)
Dort in den Erdölfeldern, wo das Zeugs in grösserem Masse aus dem Boden geholt wird, findet unglaubliches statt. Da wird Erdgas in schier irrwitzigen Mengen einfach abgefackelt und damit die Umwelt massiv belastet. Aber wichtig ist ja, dass sogar ein Fuffi einen Kat, haben muss !
Wir produzieren Wärme für Heizung und Warmwasser mit der Verbrennung von Öl und Gas. Dabei gibt es genug Erdwärme oder Wärme über Kollektoren vom Hausdach.
Der Verbrennungsmotor wird sicher noch eine Zeitlang aktuell bleiben. Alternativen zum E-Antrieb gibt es bis jetzt noch keine.
Die Brennstoffzelle wäre eine ideale Energiequelle, wenn...
sie haltbar wäre, man das Fahrzeug sofort starten könnte und das Ganze noch bezahlbar wäre. Wir hatten hier in Basel ein Mitglied der Regierung, der eine Versuchsanlage zuhause installieren liess. Grössenordnung um 1 kW. Alles war sehr vielversprechend. Aber leider war die Anlage mehr defekt als sonst was. Nach viel Frust ist das Ganze nach etwa einem Jahr wieder abgebaut worden.
In Birsfelden, einem Vorort von Basel hatte es bei einem Schulhaus eine Versuchsanlage in grösserem Stiel. Aber auch dort mussten mindesten ein mal pro Jahr die Brennstoffzellen ausgetauscht werden. Kosten um 200000 Euro. Aber die Hoffnung bleibt, dass die Brennstoffzelle mal als eine saubere Energiequelle der Zukunft eingesetzt werden kann.
Das Problem mit der Lobbyisten wird bleiben, so lange es Geld gibt, leider.
Leasing ist auch nicht mein Ding.
Akkus im Tauschsystem. Da hast Du recht. Aber da kaum einer den Akku total leer fährt, muss das System die wirklich bezogene Energie messen und berechnen. Das wird dann beim "Tanken" resp. wechseln des Akkus ausgelesen und dem Fahrzeughalter so belastet.
Akkuleasing: da sind wir wieder in einer (preislichen) Abhängikeit vom Hersteller.
Aber was soll's, es werden Täglich zig tausende von Handis für 1.- Euro verkauft. Und was kosten die wirklich im 2 Jährigen Vertrag ? 1000 oder 2000 Euro ?
Eine andere Antriebsquelle in der Zukunft wie der E-Motor ? Da muss ich jetzt passen. Fällt mir wirklich nichts ein. Wer weiss, vielleicht kommt ja eine völlig neue Technologie ?
Wie war das am Anfang mit den LED's ? Heutige verbaute LED's erreichen einen Wirkungsgrad von 178 Lumen/Watt !! Im Labor von Osram kam man schon auf über 200 Lm/Watt.
Wie gesagt, in der Akkutechnik wird in naher Zukunft die Energiedichte um den Faktor 10 gesteigert ! (Nach Aussage der Entwickler)
Lassen wir uns mal überraschen.
Gruss Ruedi


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Bevrider

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Beverly mit Elektroantrieb?

Erstellt am 27.12.12 08:26

Hi, und moin,

wenn ich eure Antworten lese, scheine ich doch nicht ganz so exotisch zu sein. Joachim hat durchaus Recht, das A und O ist die ökologische Stromerzeugung. Der Wirkungsgrad, die Energiedichte, Speicherung und Verteilung.
Ich will jetzt nicht zu weit abschweifen, nur einen Punkt aufgreifen: Alternative zum E- Auto.

Das Erdgas- Fahrzeug. Warum? Erdgas ist doch fossiler Energieträger!
Aantwort: wir synthetisieren das Erdgas, respektive Methan. Methan, zu weit über 90% Hauptbestandteil des Erdgases ist einfach handhabbar, (Tanklastzüge, Gasometer, Gasleitungen etc.), die Infrastruktur ist vorhanden, die Tanken lassen sich einfach und schnell dafür ausrüsten.

Das synthetische Erdgas kann dann nicht nur für den Individualverkehr genutzt werden, sondern auch für die Heizung oder Blockheizkraftwerke. Und es löst unsere Probleme, erneuerbare Energien (Wind- und Solarstrom) zu speichern.

Wie funktioniert das Ganze?

Überschüssiger Strom aus Wind und Sonne wird dazu genutzt, Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten. In einer entsprechenden Anlage entzieht man der Umluft CO2, das geht entweder rein physikalisch über den Kondensationspunkt, (denkt bitte an Trockeneis, gefrorenes CO2, Temperatur ca. -72°C) oder phys.- chem. durch Bindung an z.B. gebrannten Kalk, aus dem es problemlos wieder freigesetzt werden kann.

Im nächsten Schritt wird das CO2 mit dem Wasserstoff hydriert, in dieser chem. Reaktion entsteht Methan.

Und wenn jetzt einer sagt, Zukunftsmusik, der sollte wissen, dass es für dieses Verfahren in De drei oder vier Pilotanlagen gibt. Wir müssten also keine neue Technologie entwickeln, sondern könnten weiter mit unseren Verbrennungsmotoren fahren. Zumindest solange, bis die technologischen Fortschritte in Sachen E- Mobilität entsprechend groß sind.
Würde die Politik hierauf anspringen, dies entsprechend fördern, hätte sie aber ein Problem: die Mineralölkonzerne, und deren wirtschaftliche Macht.

Manfred


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Beverly500

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PM an Beverly500

Beverly mit Elektroantrieb?

Erstellt am 27.12.12 13:21

Gibt es doch schon, also nicht direkt Beverly, aber ordentliche Stromroller:
http://www.vectrix.de/products/vx-1liplus

Mit fragenden Grüßen
Beverly500


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Ruedi

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PM an Ruedi

Beverly mit Elektroantrieb?

Erstellt am 27.12.12 13:43

Ja stimmt es gibt sogar noch viel mehr schöne E-Roller. 2008 war ich in China. Vom Osten bis in den armen Westen. Ich habe noch nirgens sonst so viele E-Roller und
E-Fahrräder wie dort gesehen ! Da bewegt sich schon was. Und das nicht zu so überrissenen Preisen, wie bei uns. Aber eines bleibt. Für die Stadt und kurze Strecken ideal. Zum Touren fahren oder in den Urlaub, das geht leider wegen der mangelnden Reichweite nicht. Noch nicht. Das andere ist die Preispolitik bei uns. Es kann ja wohl nicht sein, dass ein top Pedelec/E-Bike bis 6000.- Euronen kostet.
Der Vespino, ein E-Roller aus China, wird bei uns ab 3750.- Franken verkauft.
Aber da sind wieder mächtige wirtschaftliche Interessen am Werk, die eine saubere Umwelt gar nicht wollen. Jedenfalls nicht billig.
Ich war nahe dran, ein E-Bike zu kaufen. Dann wurde es für weniger Geld der 500er Beverly. Und nein, ich bereue es nicht.
Gruss Ruedi


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Beverly500

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PM an Beverly500

Beverly mit Elektroantrieb?

Erstellt am 27.12.12 14:56

In Asien ist ja quasi der ganze Individualverkehr auf Zweiräder ausgelegt. Und die haben ein mächtiges Smog-Problem, so sezten die Großstädte da konsequent auf Elektroantrieb, was auch ganz gut klappen soll.

Wäre hier für den Stadtverkehr und die ganzen Pendler auch eine Alternative, aus meiner Sicht.
Klar: Touren und Urlaub gehen mit den E-Rollern noch nicht, aber auch dafür hätte ich schon eine Idee.

Vielleicht setzt sich Hybrid ja auch mal für Roller durch. Das Opel-Ampera-Konzept finde ich ganz nett. Piaggio hat ja nen Hybrid-MP3 im Programm, mit dem man elektrisch durch die an sonsten gesperrten Innenstädte fahren kann. Das ist übrigens eine interessante Entwicklung bei den E-Fahrrädern: plötzlich werden Regionen fahrradtouristisch erschlossen, in die sich sonst kein Mensch verirrt hätte. Horden von Durchschnittsradlern knattern jetzt mit Unterstützung über die Alpen oder die komplette Elbe lang.

Grüße
Beverly500


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Topfpirat

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PM an Topfpirat

Zu: Beverly mit Elektroantrieb?

Erstellt am 27.12.12 15:48
Modifiziert am 27.12.12 15:55

Original von Beverly500 am 27.12.12 14:56 Uhr
Horden von Durchschnittsradlern knattern jetzt mit Unterstützung über die Alpen ...

Grüße
Beverly500


... was dann zu rigorosen Streckensperrungen und absurden Regelungen führt.
Siehe aktuell Hessen mit dem "Waldgesetz", und flächige Streckensperrungen sogar im Mountainbike-Mekka Gardasee.

Hier im Black Forest stromen die völlig körperbeherrschungsbefreiten Grobmotoriker auf die Almhütten, zischen dann dort drei Weizen, und rumpeln mit den 20kg Gefährten mit kollabierenden Bremsen wieder zu Tal.

Zur Inspektion brauche ich dann auch wieder einen Laptop, weil irgendwo der Elektronikwurm drinsitzt, ergo wird nicht repariert, sondern halt ausgetauscht.

Als ambitionierter Mountainbiker und Reiseradler habe ich zu diesen Gefährten, bzw. deren Nutzung und Einsatz, ein seeehr zwiespältiges Verhältnis.

Stromlosen Gruß
Joachim


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Topfpirat

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PM an Topfpirat

Studie Öko-Institut zu Elektromobilität

Erstellt am 27.12.12 16:25

Hallo nochmals,

zum eigentlichen Thema habe ich mal das hier gesucht und gefunden.

http://www.oeko.de/oekodoc/1348/2012-001-de.pdf

Ganz so "einfach" ist das Thema dann doch nicht, wenn man alle Aspekte betrachtet.

Viel Spaß beim Lesen!

Gruß
Joachim


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Bevrider

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PM an Bevrider

Beverly mit Elektroantrieb?

Erstellt am 28.12.12 08:29

Ich habe einen recht kurzen Weg zur Arbeit. Im Winter ist dafür der Beverly eigentlich zu schade, wird gerade mal halb warm.
Wenn die E- Roller nicht so unverschämt teuer wären, hätte ich mir schon einen, einem Fuffi entsprechenden, Roller zugelegt.
Das fände ich optimal.

Manfred


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Ewald

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PM an Ewald

Beverly mit Elektroantrieb? Testfahrt mit einem Renault Kangoo ZE!

Erstellt am 28.12.12 08:43



Hallo Forum!

Ich muss erst noch ein Kompliment an Alle hier loswerden. Ich bin immer wieder erstaunt was sich hier im Forum an Kompetenz, Wissen und am Ende letztens nette Leute versammelt hat. Mein, eher als Seitenhieb an den Prius, gedachter Beitrag hat sich inzwischen zu einem sehr interessanten Posting entwickelt.

Ich bleibe dabei, es ist ein Witz ein Auto mit Tonnen von Gewicht so zu bauen, dass man theoretisch gerade mal 15 bis 20 km kommt. Was sicherlich überhaupt nur geht, wenn die Karre und der Akku ganz neu ist. Oder hat einer ein Handy, bei dem der Akku nach einem Jahr länger hält als wie er neu war?



Susanne und ich sind im Anfang 2012 ein Mal einen E-Smart uns ein Mal einen Renault E-Kangoo gefahren.



Wir fahren selber einen Benziner Kangoo und sind daher sehr Känguru affin und sicherlich muss so ein Vehikeln alleine schon durch seine Form bestimmt erst Freunde finden. Aber egal ob elektrisch, Benziner oder mit Aufziehantrieb es ist ein praktisches Fahrzeug.



Es gibt den ZE (Zero-Emission) auch komplett verglast. Sogar ohne Aufpreis lässt Renault die ansonsten und man möge es nicht glauben serienmäßige Außenbemalung weg.

Kurz zu den Fakten: 44 kW (60 PS) Motor, Akku 22 kWh, Reichweite 150 - 200 km



Der Käufer bekommt für gut 20 bis 25 k€ nur die Autohülle, wie der Verkäufer nicht müde wurde zu betonen. Den Akku least man nur abhängig von der Jahreslaufleistung und der Vertragslänge (max. 4 Jahre) je Monat zwischen gut 80 bis 120 € Kosten. Was nach 4 Jahren ist? Keine Ahnung? Konnte uns niemand sagen! Dann hat man halt eine Hülle zum Schieben ...

So wie Amazon den E-Reader ohne Netzteil liefert ... liefert Renault den E-Kangoo ohne Ladekabel.




Aufpreis für Ladekabel und entsprechend geeignete Ladestationen ca. € 500


Aufpreis für Notladekabel, damit kann man das Känguru zuhause an einer normalen Steckdose nachladen ca. € 500

Wer damit nach Frankreich fahren will und an Ladestationen laden will, braucht ein anderes Ladekabel (ca. € 500) da in F andere Stecker an den öffentlichen Stationen verwendet werden. Man will es nicht glauben .... Zu den restlichen deutschen Nachbarn gab es keine Auskünfte oder noch keine passenden Ladekabel ....

Notladekabel, heißt Notladekabel, da es damit gut 10 bis 14 Stunden dauert, wenn der Akku leer ist.

Deshalb wird wohl jeder beides kaufen, Notladekabel (+ € 500) und ein Ladekabel (+ € 500) denn vermutlich will man ja die schnellen Ladezeiten von 8 bis 10 Stunden nur warten. Aber ohne eine einphasige Elektrobox, Aufpreis € 900 oder einer mehrphasigen Elektrobox Aufpreis € 1.600 in der Garage kann man nur an öffentlichen Stationen Strom zapfen. Davon gab es in München, Anfang dieses Jahres ja immerhin schon 2 zugängliche mit zwei Doppelstationen ausgerüstete Möglichkeiten.



In unserer Gemeinde, Vorort/Landkreis von München hat es sogar eine kostenlose Stromtankstelle, wenn man denn eine passende Smartcard der Gemeinde hat .... ob der Stecker gepasst hätte, konnte ich deshalb nicht herausfinden ....




Natürlich muss man bei den jeweiligen Anbietern für die öffentlich zugänglichen Stationen angemeldet sein und eine entsprechende Smartcard haben. Die von EON passt nicht zu der von RWE u.s.w.

Ansonsten hat es Spaß gemacht mit den Surre-Mobil zu fahren.

Ewald

PS: Topfpirat in deiner verlinkten Studie habe ich erst Mals gelesen, dass sich jemand Gedanken macht wenn z.B. mehr als 4 Fahrzeuge in München gleichzeitig angesteckt werden. München hatte 2010 rund 650.000 Kfz. Wenn 10% elektrisch und davon 1/3 also gut 20.000 am Abend Ihre Karre anstecken, laut Renault mit Box max. 3kW dann dürfte wohl in manchen Stadtteilen das Licht ausgehen ...

Ach ja, das geplante System für Wechselakkus wird für den Kangoo nicht angeboten werden, wenn es mal verfügbar werden sollte.



Oggi tirata fuori la bestiolina!

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Ruedi

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PM an Ruedi

Beverly mit Elektroantrieb?

Erstellt am 28.12.12 11:58

Also ich bin zum Heutigen Zeitpunkt auch kein Fan von E-Rollern oder eben E-Autos.
Aber in der Enwicklung genügend leistungsfähiger Akkus wird sich in nächster Zeit noch einiges tun !!
Weiter müssen die Blechdosen unbedingt Gewicht abspecken. Also weg vom Blech zu Leichtbauwerkstoffen.
Zur Belastung des Stromnetzes: das ist eigentlich kein Problem. Die Stadtwerke haben ja schon lange Vorrichtungen zur Spitzenlast-Steuerung. Zum Beispiel Boilersperrung über Mittag, oder andere Lastabwurfsysteme.
Wenn wir in Basel Messungen gemacht haben, wie sich die Last nach dem Einschalten der ersten Staffel der Boilernachtsteuerung verhält, sah man, dass nach einer knappen halben Stunde die Belastung vom Netz schon fast auf die Hälfte zurückgegangen ist. Da mit den Netzkommandoanlagen auch aktiv, das heisst spontan geregelt werden kann, lassen sich auch die ganzen zukünftigen Ladestationen so regeln. Dem E-Mobilnutzer ist es ja egal, in welcher der Nachtstunden geladen wird. Den E-Werken kommt das nur entgegen ! Die wollen möglichst viel Bandlast. Also wenig hohe Lastspitzen, sondern gleichmässig verteilt. Die E-Konzerne müssen ihren Strom an der Strombörse vorbestellen und bestimmen damit zu einem gewissen Grad den Preis. Unvorhergesehene zusätzliche Spitzen sind dann natürlich im Einkauf viel teurer.
So gesehen würden die vielen zukünftigen Ladestationen auch für einen Lastausgleich sorgen.
Also so trübe sieht die Zukunft für eine zunehmende Elektromobilität nicht aus.
Die Industrie muss in der Entwicklung halt etwas vorwärts machen. Eben so einen vernünftigen Standart festlegen, wie das Ganze mal aussehen und gehandhabt werden soll.
Gruss Ruedi


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Bevrider

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PM an Bevrider

Beverly mit Elektroantrieb?

Erstellt am 30.12.12 15:45

wer wissen möchte, was alles mit E- Autos möglich ist, der sollte mal die Seite von tesslamotors.com aufrufen. Der Tessla ist zwar schweineteuer, aber im Prinzip auch jedes Auto handwerklich gefertigt.
In Großserie sublimiert der Preis mit Sicherhit.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Manfred


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Bevrider

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PM an Bevrider

Beverly mit Elektroantrieb?

Erstellt am 06.01.13 09:04

Gestern in der Zeitung gelesen:

Mercedes bringt ein Elektroauto auf den Markt. Ein Allerweltsauto. Kann sich jeder leisten, kostet nur 416.000 Euro.

Die haben den Knall nicht gehört, vom eigenen Kopfschuss nicht. Es soll ein SLS AMG sein, das Gerät verfügt über eine Leistung von 750 PS! 200km Reichweite, ein Witz im Vergleich zum Tessla.

Frage: Haben die irgendetwas begriffen? In Sachen Verkehrsdichte und Geschwindigkeit, Energieeffizienz, Ressourcen schonende Produktion?

Ich glaube nicht, die träumen wohl immer noch den Traum vom unendlichen Wachstum. Wenn ich so etwas lese/höre, steigt in mir die nackte Wut hoch. Meiner Meinung nach muss es eine staatliche Behörde geben, welche das Recht hat, derartig wahnsinnige Entwicklungen zu verbieten. Das gehört in die Rubrik Produkte, die die Welt nicht braucht, Produkte die die Menschheit schädigen.

Ich könnte echt kotzen.

Manfred


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Heiner

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Aus: Timmendorfer Strand
Fahrzeug: Beverly 350ST blau
Beiträge: 313

PM an Heiner

Beverly mit Elektroantrieb?

Erstellt am 06.01.13 10:48

Manfred, ich hab auf N3 eine Sendung über den Flughafen Hamburg gesehen, da gibt es einen Flieger von Lufthansa der dich für 3 Wochen um die Welt fliegt. Das kostet pro Person 94.000 EUR. Da ist der Mecedes doch ein Schnäppchen!?
Nicht ärgern nur wundern
Gruß
Heiner


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