10 Beiträge  
Fahren wenns warm ist
Autor Beiträge Aktion

Beff

User

Aus: Bayern
Fahrzeug: Beverly 350
Beiträge: 135

PM an Beff

Fahren wenns warm ist

Erstellt am 17.01.19 17:20

Hallo Fruechtel,

habe gelesen, dass es bei euch ziemlich warm sein soll - von bis zu 50 Grad war die Rede. Wenn das so ist, würde mich mal interessieren, ob Du bei diesen Temperaturen noch mit der Beverly unterwegs bist. Und falls Ja, wie sie damit zurecht kommt (ob z.B. der Lüfter dauernd läuft oder sowas). Bei uns ist ja grad richtg Winter (was euren Nachrichten sicherlich keine Meldung wert ist), mit "Schneechaos" und all solchen Sachen.

Schöne Grüße in den Sommer,

Beff


Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

Fruechtel

User

Aus: Brisbane / Australien
Fahrzeug: Beverly 350
Beiträge: 134

PM an Fruechtel

Fahren wenns warm ist

Erstellt am 17.01.19 23:22

Danke fuer die Anfrage. Es ist in der Tat curios, dass bei Euch die meisten im Winter Pause machen, wenn es zu kalt / verschneit ist; waehrend ich im Sommer Pause mache, weil es zu heiss wird. Zum Glueck sind wir hier in Brisbane von den extremen Temperaturen bisher verschont; aber bei 30 Grad und mehr fahre ich nicht mehr. Frueher ( vor Jahrzehnten ) in T-shirt, Shorts und Sandalen,aber das mache ich nicht mehr. Ich habe zwar ein gutes Sommer Jacket mit viel Belueftung, aber bis ich bei heissem Wetter alles ( Klapphelm, Jacke, lange Hosen, Handschuhe und Stiefel )anziehe, ist mir die Lust vergangen. Daher kann ich nichts davon berichten, wie der Beverly350 bei heissem Wetter faehrt. Ich kann nur sagen, dass Sommer oder Winter ( wir haben nie Frost ) die Temperaturanzeige immer am gleichen Punkt steht. ( Die Bilder vom Deutschen Winter habe ich gesehen. Ich habe doch noch viel Kontakt mit Familie und Freunden und ein Spiegel Abonnement



Dumme Gedanken hat jeder, nur der Weise verschweigt sie.

Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

Sundriver

User

Aus: Düsseldorf
Fahrzeug: Beverly 350 ST 06/2015
Beiträge: 211

PM an Sundriver

Fahren wenns warm ist

Erstellt am 20.01.19 16:39

Hallo,

ganz ehrlich - diesen Sommer war es mir hier auch zu warm zu Fahren. Wenn man fährt mag es ja noch gehen aber hier in der Stadt stehe ich an jeder Ampel und brate dann in der Sonne.
Und ohne feste Jacke (mit Protektoren) und wenigstens einer langen Jeans fühle ich mich irgendwie nackt auf der Beverly. Nierengurt, Halstuch und Handschuhe (Helm natürlich) habe ich immer an.

Wenn ich fuhr ging der Lüfter schon mal öfters an aber sonst alles im grünen Bereich.

Grüße



Einsamkeit ist Belästigung durch sich selbst.
Werner Schneyder

Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

Beff

User

Aus: Bayern
Fahrzeug: Beverly 350
Beiträge: 135

PM an Beff

Fahren wenns warm ist

Erstellt am 31.01.19 11:25

Das „Schneechaos“ ist zwar schon wieder dem Alltäglichen gewichen, aber kalt ist es trotzdem noch. Heute Morgen waren es minus acht Grad. Ist mir zu kalt zum Rollerfahren. Ich bin Genussfahrer und mein Geschmack hat sich diesbezüglich in den letzten Jahren und Jahrzehnten verändert: mehr in Richtung Komfort – dafür weniger „Challenges“.

Weil es mir aber zu kalt ist zum Fahren und weil ich das Nicht-Fahren auch als unangenehm empfinde, möchte ich mich wenigstens mental ein Stück weit aus dem Hier und Jetzt in ein besser klimatisiertes Dort und Dann versetzen. Australien im Winter kommt mir da gerade recht. Ich meine natürlich, wenn bei uns Winter ist.
Ich verstehe, dass es Dir da zu heiss zum Fahren ist. Aber wir hatten hier ja auch einen „Jahrhundertsommer“ mit etlichen Tagen, an denen es über 30 Grad warm war. Und an solchen Tagen fahre ich tatsächlich auch am liebsten mit dem Roller (also nicht, dass ich da lieber als an allen anderen Tagen fahren würde, sondern dass ich da lieber als mit allem anderen mit dem Roller fahre). Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich da dann Abstriche bei der passiven Sicherheit mache. Und jetzt muss ich aufpassen, dass ich nicht eine Diskussion anstoße über Sinn und Unsinn von Sicherheitskleidung und öffentlichem Bekenntnis dazu in Wort und Tat!

Deshalb trete ich hier sofort die Flucht nach vorne an und lenke die geschätzte Aufmerksamkeit auf ein einziges Detail: den Nierengurt. Für mich ist er zugegebenermaßen eins von den Kleidungsstücken, auf die ich beim Rollerfahren so gut wie nie verzichte (.d.h. ich trage ihn z.B. auch bei über 30 Grad wenn ich eine längere Fahrt (nicht erst Tour) mache (also alles über sagen wir mal einer viertel Stunde)). Tatsächlich ist das aber bei mir eher eine Gewohnheit als eine Überzeugung von der Notwendigkeit dieses Kleidungsstückes. Und Du, Sundriver, schreibst ja auch, dass Du nie ohne fährst. Ich hab dazu auch schon mal gegoogelt und wenn ich mich recht erinnere war das Ergebnis, dass es da auch unter den „Fachleuten“ keine Einstimmigkeit bezüglich der Notwendigkeit gibt. Bemerkenswert finde ich aber in diesem Zusammenhang, dass wir Motorradfahrer die einzigen zu sein scheinen, die so etwas tragen. Oder kennt jemand eine andere Sportart oder sonstige Freizeitbeschäftigung, wo Nierengurte getragen werden? Und es gäbe ja einige, die diesbezüglich vergleichbar wären, wenn man die Aufgabe des Gurtes im Schutz vor Vibrationen oder Auskühlung sähe. Etwa Reiten oder Skifahren oder Hundeschlittenrennen oder Trampolinspringen oder Drachenfliegen. Ich würde mich ja trauen die von keinerlei historischem Wissen gestützte These zu formulieren, dass der Nierengurt so entstanden ist, dass unter den ersten Motorradfahrern etliche waren, denen es dort am unteren Rücken schnell zu kalt geworden ist, weil damals vielleicht auch die Jacken noch nicht so gut abgedichtet haben. Und alles was danach kam, von losgeschüttelten oder zu kalt gewordenen inneren Organen wurde dann später von denen dazu erfunden, die nicht so verfroren dastehen wollten. Das wäre schon ein Ding, oder? Wenn sich da so ein Teil durchgemogelt hätte, für das es eigentlich gar keine Rechtfertigung gibt!

Ich hab jetzt grade mal bei der Tante nachgeguckt: dort gibt es zehn verschiedene Produkte im Preisintervall von 8 – 55 EURO. Und einen Text: „Nierengurte gehören zu den meistverkauften Kleidungsstücken für Motorradfahrer. Ihre Hauptaufgabe ist der Schutz der empfindlichen Nieren vor Auskühlung durch den Fahrtwind. Außerdem stützt und entlastet ein Nierengurt die Rückenmuskulatur auf langen Touren. Die Auswahl an Nierengurten bei Louis umfasst viele verschiedene Formen und Materialien und entsprechend unterschiedliche Funktionsschwerpunkte. Für alle Modelle gilt: Der Nierengurt gehört über die Unterbekleidung und unter die Motorradjacke. So erfüllt er seine Funktion am besten.“ Aber wenn ich mir die Motorradjacken so ansehe, dann habe ich den Eindruck, dass die von Material und Schnitt her inzwischen so weit entwickelt sind, dass man einen Nierengurt darunter eigentlich gar nicht mehr braucht. Ich meine, wenn die Jacke winddicht und warm ist, was soll ich dann mit noch mehr?


Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

wolffi

User

Aus: Leipzig
Fahrzeug: Beverly 125 GT Touringpaket,Bj. 2003
Beiträge: 317

PM an wolffi

Fahren wenns warm ist

Erstellt am 31.01.19 14:53

Gewichtheber haben auch einen ...Stützgurt.
Ich habe keinen und will auch keinen.Meine Touren beschränken sich auf Arbeit fahren und evt. mal 1-2 Stunden am WE Cruisen.
Wie du auch richtig erkannt hast sind gute Bikerjacken schon so geschnitten das man eigentlich keinen mehr braucht.Speziell Rollerjacken sind unten am Hintern weiter runter gezogen,so das es eigentlich nicht zieht.Außerdem ist die Sitzbank und Sitzposition auf der Beverly recht gut,für mich jedenfalls.


Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

Sundriver

User

Aus: Düsseldorf
Fahrzeug: Beverly 350 ST 06/2015
Beiträge: 211

PM an Sundriver

Fahren wenns warm ist

Erstellt am 31.01.19 16:24

Hallo Beff,

als ich den Motorradführerschein neu hatte, hat mir ein damaliger "Kumpel" seine Suzuki geliehen. Es war Sommer, so wie er früher mal war und ich hatte zu der Zeit noch kein motorisiertes Zweirad und somit auch keine Ausrüstung.
Ich bin dann mit seinem Helm und so wie ich war los. Auch soweit ich mich erinnere direkt ziemlich flott.
Was ich aber noch wie gestern weiß ist, dass ich danach Nierenschmerzen hatte, die ich nie, nie, niemals wieder haben wollte.
(Mein Kumpel hatte einen Nierengurt und ich hatte dankend darauf verzichtet, als er mir den anbot.) Das ist jetzt fast 40 Jahre her.(ähnliche Schmerzen hatte ich 2009, als ich einen Nierenstein hatte, der den Nierendurchfluss versperrte)
Seit dem fahre ich immer, wirklich immer mit einem Nierengurt. Ich sehe aber auch, dass moderne Winter-Jacken winddicht sind und somit den Nierengurt, in der Funktion vor Unterkühlung der Nieren zu schützen, überflüssig machen. Ich schätze nun im "alter" aber auch, dass durch den Nierengurt der Rücken gestützt wird.

Grüße



Einsamkeit ist Belästigung durch sich selbst.
Werner Schneyder

Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

compasss

User

Aus: Bonn
Fahrzeug: Beverly 350 & Honda NC700XD & Kymco People GTi 300
Beiträge: 478

PM an compasss

Fahren wenns warm ist

Erstellt am 01.02.19 18:26

@Beff, interessante Theorie mit der "Entdeckung der Notwendigkeit" des Nierengurtes, vor allem im Vergleich mit anderen Aktivitäten. Ich selbe habe keinen, weiß aber, wo die Nieren sind -nämlich nicht da, wo die meisten sie vermuten- und denke, dass die von einem Nierengurt nicht unbedingt profitieren. Schaden tut's aber auf keinen Fall, bis auf dass die billigen Nierengurts sich immer so komisch aufrollen, jedenfalls so lang man noch eine konkave Taille hat.

Aber die Zugluft kann zu einer Verspannung der untern BWS- / oberen LWS-Muskulatur führen, und das wiederrum zu Kreuzschmerzen wie Hexenschuss, wobei ich Deine, @sundriver, Schmerzen nicht in Abrede stellen kann oder möchte. Wärme ist also schon wichtig.

Die Funktion des Gurtes bei den Gewichthebern sehe ich auch eher in der Stützfunktion der Wirbelsäule bei den physisch/mechanischen Belastungen.

Mein Fetisch sind Handschuhe, wichtiger als Helm! , wobei ich bei den letzen beiden Bodenkontakten doch den Schädel näher am Asphalt hatte, als die Helmschale dick war.

BTW: war definitv nicht zu warm an den Tagen, einmal war's im November und einmal zu Neujahr


Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

Fruechtel

User

Aus: Brisbane / Australien
Fahrzeug: Beverly 350
Beiträge: 134

PM an Fruechtel

Fahren wenns warm ist

Erstellt am 01.02.19 21:13

Ich will sicher keinen anderen Fahrer belehren, was das Tragen von guter Bekleidung, Helm, Handschuhen oder so betrifft. Mir schauderts, wenn ich an meine Jugend zurueckdenke und was ich da trug. Ein Freund von mir arbeitet in der Notfall-Aufnahme eines nahegelegenen Krankenhauses. Wenn ich dem seine Gruselgeschichten von den eingelieferten Motorradfahrern anhoere, moechte ich am liebsten nur noch Auto fahren. Dazu macht mir das Roller fahren aber zuviel Spass. Aber ich kann eben nicht mehr ohne vernuenftige Bekleidung auf den Roller steigen. Ich bin bereit gewisse Kompromisse einzugehen, wie ein Profi Motorradfahrer kleide ich mich nicht ein. Meinen linken Fuss hat mir ein guter Stiefel gerettet, als ich von einer alten Dame in einer Kreuzung angefahren wurde. Wenn ich Fahrer und Beifahrer in T-shirts, Shorts und Sandalen auf schweren Motorraedern sehe, gruselt es mir.
Meine Erfahrung ist, dass ab einer bestimmten Temperatur der Fahrtwind nicht mehr abkuehlt, sondern nur noch wie ein Heissluftgeblaese wirkt; dann ist bei mir Schluss!



Dumme Gedanken hat jeder, nur der Weise verschweigt sie.

Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

wolffi

User

Aus: Leipzig
Fahrzeug: Beverly 125 GT Touringpaket,Bj. 2003
Beiträge: 317

PM an wolffi

Fahren wenns warm ist

Erstellt am 02.02.19 12:06

Ja,wenn man Vorgeschädigt ist,wird man Vorsichtig.Das kenne ich leider auch,leider,weil ich nicht meine Leidenschaft ausleben kann.Ich war begeiserter Motorradfahrer in der DDR (Jawa 350,das war das Non plus Ultra damals).
Zur Wendezeit hatte ich dann geschworen...eine ältere Goldwing (ich bin nur 166 cm und 69kg).
Dann kam mein Arbeitsunfall und es sah lange danach aus das es mit normalen laufen nix wird.Damals sind mir 700kg Stahlguss auf beide Füße gefallen und der linke Fuß war Matsch.
Auch mal ein großes Dankeschön an den Operateur,der hat sehr gute Arbeit geleistet.Mittler Weile kann ich sogar wieder Dauerlauf,es geht also wieder.
ABER,meine liebe Frau,Motorrad ist OUT. (Sie würde nie auf so ein Gerät steigen).Nun ist die Goldwing nicht grade leicht...die Beverly auch nicht.Wer die alte Bev kennt,weiß das man mit 166 cm Größe eigentlich hart an der Grenze ist-ich würde sagen etwas zu hoch.
Deshalb achtet meine Frau sehr genau was ich an habe beim fahren.Also einfach mal ohne Handschuhe oder Rollerjacke geht nix,da bekomme ich Vorträge .Aber meine 60 Jahre alte Motorrad-Lederjacke,die laß ich mir nicht nehmen.
Mein größter Wunsch wäre ...alte Goldwing fahren...,naja,vieleicht im nächsten Leben mal...
Also zieht euch gut an,man muß auf die Dummheit der anderen achten...

Andreas


Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

Beff

User

Aus: Bayern
Fahrzeug: Beverly 350
Beiträge: 135

PM an Beff

Fahren wenns warm ist

Erstellt am 04.02.19 10:55

Hi Andreas,

ja, die alte Goldwing, so die erste Generation, das ist ein mystisches Ding! Die hat noch Ausstrahlung. Ist aber, wenn ich es recht weiss, auch berüchtigt. Das Fahrwerk soll dem Motor nicht gewachsen gewesen sein; und wenn ich mich nicht irre, ist Honda deswegen sogar vor Gericht gezogen worden, weil es so viele Unfälle gegeben hat. Aber trotzdem (und vielleicht auch ein wenig deshalb) ein faszinierendes Motorrad. Ich bin aber auch noch nie eine GW gefahren. Die F6C, die vor zehn Jahren oder so mal rauskam, die hatte für mich auch nochmal was von der alten GW. Aber insgesamt ist mir dieser Typ Motorräder zu schwerfällig. Wenn auch sicherlich super-komfortabel (was ich mag). Ich hatte mal das Glück ein paar Tage lang eine E-Glide (in Kalifornien!) fahren zu dürfen, was mir zugegebenermaßen gut gefallen hat – sehr gut sogar. Aber mir eine kaufen? Ne. Ist mir zu viel Kraftanstrengung beim Fahren. Ich mein ich weiss auch, dass, wenn das Ding mal rollt und man es nicht übertreibt, man die quasi mit „zwei Fingern“ fahren kann. Ich hab selber noch ein Bike mit fast sechs Zentnern, das ich manchmal handlicher finde als die Beverly. Aber dennoch, wenn man mal „wieseln“ will, dann werden die Unterschiede sofort deutlich und Du merkst sowohl das Gewicht, als auch die ganze Auslegung. Deshalb ergeht es mir wie sicherlich vielen Beverly-Fahrern, die auch noch ein anderes, großes Motorrad haben, so, dass ich kaum noch das Motorrad nehme, weil die Beverly so gut wie überall gleich gut oder besser ist.

Freundlicher Gruß,

Beff


Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

10 Einträge

 
10 Beiträge