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Düsenbestückung
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Sespri

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PM an Sespri

Düsenbestückung

Erstellt am 08.04.18 08:43
Modifiziert am 08.4.18 08:47

Meine 250er läuft laut Typengenehmigung 125 km/h. Das entspricht auch dem Gefühlten, wenn man auf der Autobahn unterwegs ist und sich mit dem übrigen Verkehr vergleicht (Tacho kann man eh vergessen…).

Wenn ich jetzt Vollgas fahre und langsam das Gas schliesse, wird er im ersten Augenblick etwas schneller, bevor er wirklich langsamer wird. Ein klassisches Zeichen für eine zu kleine Hauptdüse. Weil aber ein Abmagern des Gemisches der Gesundheit des Triebwerks nicht förderlich ist, will/muss ich diesen Zustand unterbinden. Ich bin nicht oft auf der Autobahn, aber wenn, ist es mit dieser Maschine zwangsläufig Vollgas.

Ich frage jetzt aus reiner Neugierde in die Runde, ob Selbiges auch schon festgestellt wurde? Ich glaube nicht, dass der Vorgänger irgendwas gemacht hat, aber ich weiss, wie die Industrie agiert. Leistungsstarke Motorräder sind idR. von Werk einen Tick zu fett eingestellt, um den Motor zu schonen (und Garantieansprüche zu minimieren). Ich könnte mir beim Roller den umgekehrten Fall vorstellen. Möglichst mager um den Benzinverbrauch werbewirksam auf Tiefststand zu halten im Bewusstsein, dass ein Roller eher im urbanen Gebiet eingesetzt wird und nicht für Vollgasattacken auf der Autobahn.

Was aber fatal sein kann, wenn einer seine Maschine doch über längere Zeit am Anschlag knetet…

Gruss

P.s. Die Fragestellung bezieht sich selbstredend auch auf Einspritzmodelle, die man mittels Software einbremst.


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wolffi

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PM an wolffi

Düsenbestückung

Erstellt am 11.05.18 12:51

Was hast du für einen Vergaser drin? Man muß nicht zwangsläufig die Hauptdüse wechseln.Ich würde erst mal die Schiebernadel höher hängen und probieren.Reicht das nicht,dann eine etwas größere Hauptdüse...
Viel Glück


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Sespri

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PM an Sespri

Düsenbestückung

Erstellt am 11.05.18 20:46

Hallo wolffi

Die Düsennadel hat unbestritten einen grossen Einfluss auf das Fahrverhalten - wie im Grunde jedes System. Im Idealfall überlappen sich die einzelnen Systeme bei den Übergängen und ergeben so ein homogenes Verhalten ohne Durchhänger.

Nur, bei Vollgas - und damit meine ich nicht die Beschleunigung bei offenem Schieber - sondern volle Kanne am Anschlag, klinkt sich die Nadel aus dem Geschehen raus und überlässt die Arbeit der Hauptdüse. Wenn die Nadel ganz an ihrer Endstellung ist, ist der freigegebene Ringquerschnitt grösser als die Durchflussmenge der Hauptdüse. Ergo ist die Hauptdüse der Alleinverantwortliche in dieser Situation. Wenn ein Höherhängen der Nadel einen Einfluss hat, beweist das nur, dass etwas an der Grundeinstellung des System nicht i.o. ist. Wenn ich den Schieber jetzt ein ganz klein wenig schliesse, verringere ich den Anteil Luft zur der Benzinmenge die geliefert wird und es passt plötzlich besser. Die nur ein klein wenig eintauchende Nadel sollte immer noch einen grösseren Spalt offen lassen, als die Hauptdüse liefern kann. Bei weiterem schliessen kommt dann wieder die Nadel zum Zug und übernimmt den grossen Teillastbereich.

Wie gesagt, es ist nur wenig spürbar und mich hat interessiert, ob das Andere auch schon festgestellt haben und das u.U, wie von mir angedeutet, System hat. Vergasertyp weiss ich auch nicht. Ich gehe mal von der Einschätzung des Vorbesitzers davon aus, dass nichts manipuliert wurde. Aber wirklich Wissen tue ich nichts. Im Gegenteil, im Vergleich zu anderen Beverly`s rennt meine ausnehmend gut und ich bin vollauf zufrieden. Am Schluss wurde eben doch geschraubt - Wolf im Schafspelz, sozusagen.

Im Augenblick habe ich ohnehin eine andere Baustelle. Bei meinem anderen Bike hat es die Steuerkette zerrissen - Arbeit geht mir auf alle Fälle nicht aus...


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wolffi

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PM an wolffi

Düsenbestückung

Erstellt am 11.05.18 21:50

Ok,hast du mal eine schlankere Nadel probiert?
Die Hauptdüse...ja,das ist ein Rätselraten...
Wie alt ist die 250iger und wie wurde das Ansaugsystem bereinigt,mit Sytemreiniger z.b. Viele sagen einfach,dat muß flutschen....eben nicht.
Eine Vergaserdüse setzt im Laufe der Zeit ganz feine Schmutzpartikel an die man so gar nicht sieht.Dafür gibts ja die Systemreiniger.Also,die größe ermitteln mit eine Düsenlehre und dann ganz fein mit einer passenden Reibahle nach reiben,ganz fein.Vielleicht reicht das schon.
Ich hab auch noch so einiges mit den Walbrovergaser an meiner 125iger vor.Ich hab nur noch nicht die richtige Fehlerquelle gefunden.Allgemein wird von schlechten Startverhalten und im kalten Zustand schlechte Gasannahme erzählt.Meine springt gut an,nimmt aber Gas schlecht an.
Aber irgendwie krieg ich das hin. Ich glaube nicht daran das die Walbrovergaser alle Müll sind,dazu fehlt der Beweis für mich.

Andreas


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Sespri

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PM an Sespri

Düsenbestückung

Erstellt am 12.05.18 08:50

Wie unter meinem Namen ersichtlich, eine 04er...

Gereinigt wurde bisher gar nix. Ich habe die Maschine jetzt gleich ein Jahr und sie läuft sonst einwandfrei. Die Vollgasgeschichte ist nur marginal, kommt alle Schaltjahre mal vor und für mich im Augenblick nicht wert, alles zu zerlegen. Wie gesagt, es ist im vielleicht letzten Prozent des Betriebszustandes. Echtes Dauervollgas ist in meiner Umgebung auf Grund des Verkehrsaufkommens eh fast nicht möglich und ich finde es auch nicht angenehm so zu fahren. Ich weiss auch nicht, was für ein Vergaser das es ist. Wenn der Effekt stärker wäre, wäre Handlungsbedarf angesagt.

Vielleicht fettet deine zu stark an? Gutes Startverhalten auf Grund der hohen Kraftstoffmenge (Choke Effekt) dafür sprotzt sie beim Gasaufmachen. Vielleicht bleibt die Chokefunktion hängen. Oder ist es eher ein Loch?


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wolffi

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PM an wolffi

Düsenbestückung

Erstellt am 16.05.18 22:28

Der Vergasertyp steht in deinen Helmfachh auf dem Typschild,da wo der Farbcode ect. steht.


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blechner

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PM an blechner

Düsenbestückung

Erstellt am 16.05.18 23:04
Modifiziert am 16.5.18 23:05

in meiner vorstellung bereits erwähnt- bei meinem patienten (heute die erste nennenswerte probefahrt gemacht) waren die übergangsbohrungen zu.
die befinden sich im unteren bereich des vergaserdurchlasses an der kante der geschlossenen drosselklappe.
dort konnte man schwarze spuren sehen, durch den in auflösung befindlichen luftfilter haben sich partikel im leerlauf /übergangsluftsystem abgelagert.
das problem kenne ich übrigens von den vergasern von honda-stationärmotoren, GX serie. wenn die "sägen" unter last, sind o.g. bohrungen zu.
ich hab das entgegen der fließrichtung ordentlich mit luft ausgeblasen, mein schaller ist leider verliehen und verschwunden, sehr ärgerlich...
die probefahrt zeigte, daß das problem noch nicht zu 100% erledigt ist, "lady beverly" kommt etwas steif aus der hüfte....
unter der vorwärmbrücke, die am kühlwasser hängt, befindet sich beim Keihin ein runder, einpresster deckel aus alu, wenn ich den herausbringe, könnte ich das übergangssystem perfekt reinigen.
leider hab ich null fotos.

gruß, stefan


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wolffi

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PM an wolffi

Düsenbestückung

Erstellt am 17.05.18 10:20

Davon habe ich im Harley-Forum gelesen,diese Plombe unter den Geber. Die Plombe mit einen 3 mm Bohrer und nur 4 mm tief aufbohren,dann den rest raus holen.Darunter ist die Einstellschraube für das Übergangsgemisch.Die Harleys benutzen auch den 30 mm Keihin,aber speziell von den Anschlüssen her.
Die Schrauber da (Harleys) machen dann genau das was ich früher auch gemacht habe,sie Polieren den Schieber und den Ansaugweg-dazu noch den Übergang zum ASS. Dadurch ist das Patschen beim Gas zu machen dann weg.
Viele mögen das bei den großen Pötten,kann aber Ventile zerstören und ist jedenfalls nicht so gesund,schreibt der die Vergaser herrichtet.
Ich denke mal das man das in den Griff bekommt.
Leider bin ich zur Zeit Gesundheitlich eingeschränkt,aber ich denke das krieg ich bald hin.

Andreas


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Sespri

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PM an Sespri

Zu: Düsenbestückung

Erstellt am 17.05.18 18:39

Original von wolffi am 16.05.18 22:28 Uhr
Der Vergasertyp steht in deinen Helmfachh auf dem Typschild,da wo der Farbcode ect. steht.


Interessant, wusste ich nicht. Vielen Dank für den Tipp.


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