1 Beiträge  
Kühtai - Fernpass - Garmisch - Walchensee - Jachenau
Autor Beiträge Aktion

Ewald

Administrator

Aus: München
Fahrzeug: Beverly 350 weiß
Beiträge: 1286

PM an Ewald

Kühtai - Fernpass - Garmisch - Walchensee - Jachenau

Erstellt am 17.06.12 20:40
Modifiziert am 18.6.12 10:58




Da vergangenen Samstag endlich meine Umbauten an meiner 350er, der Sophia abgeschlossen waren, sie stand jetzt fast eine Woche ohne Lenkerverkleidung, ohne Beinschild und ohne Scheinwerfer in der Garage, wollten Susanne und ich dann den Sonntag nutzen um Warnblinkanlage, Garmin Befestigung mit stationärer Spannungsversorgung, Heizgriffe und vor allem den neuen Sattel ausprobieren.

Im Frühsommer hatte uns in den letzten Jahren immer sehr das Kühtai gefallen, eine Hochebene süd-/westlich von Innsbruck in Tirol gelegen. Hinter dem Kühtai lockte die Möglichkeit die Tagestour über Timmelsjoch, Jaufen und Brenner zurück nach München zu fahren.

Der Entschluss war schnell gefasst und unsere neuen braven Roller am Abend noch Landfein gemacht.

Am Sonntag Morgen starten wir unser Tour von München aus über Dietramszell - Bad Tölz - Sylvensteinspeicher, Vorderriss, Wallgau in Richtung Zirler Berg. Zirl liegt unten im Inntal und eine sicherlich von vielen Auto- und LKW-Fahrern gefürchtete, sehr steile aber gut ausgebaute Bergstraße führt von Seefeld hinab ins Inntal.



Wir waren, für uns wirklich früh gegen 9 Uhr los gefahren, so dass sich der Verkehr noch in Grenzen hielt und wir kamen zügig voran. Nach Zirl querten wir das Inntal. Unterquerten die Autobahn, überquerten den Inn und auf der anderen Seite ging es in einer wunderschönen Bergstraße rauf in Richtung Kühtai in 2.000m Seehöhe.



Unten beginnend im Inntal folgt die Bergstraße parallel einem kleinen Bergfluss. Gespeist aus den vergangenen heftigen Regenfällen, bietet er heute spektakuläre Stromschnellen, kleine Wasserfälle, eben ein Bilderbuch Gebirgsfluss! Schön ist es da direkt neben her zu fahren und ich bin froh über die kühle Luft die vom Fluss herauf weht. Am Zirlerberg und später im Inntal hatte es schon weit über 30° und da ist die Abkühlung sehr willkommen.

Weiter oben öfftnet sich dann die Landschaft zu einer breiten Ebene. Die Straße ist immer wieder von Weidevieh-Brücken unterbrochen. Stählerne Gitter die, das frei umher laufende Rindvieh weiträumig einsperrt.



Fast ganz oben angelangt, machte uns ein Hinweis Schild auf einen nahen Berggasthof Zirmbach Alm und unsere leeren Mägen aufmerksam.

Wir waren zwar die ersten Mittagsgäste, aber der Schweinebraten war schon fertig. Ein sonniger Platz auch schnell gefunden - was Ausflügler willst Du mehr?

Die kurze Wartezeit vertrieben uns die Hühnerschar des nahen Hühnerhauses. Ein stolzer weißer Hahn und gut 8 Hühner in allen Farben durchsuchten zuerst die nahe Almwiese um dann den Gästen einen Besuch abzustatten.


Hühner neugierig ohne Ende, Streicheiltierzoo auf tirolerisch in gut 2.000m Höhe.

Unser Essen war sehr gut, wirklich hausgemacht. Die Spätzle zum Schweinebraten eine für mich ungewöhnliche Beilage, aber mundeten toll und waren von der selben guten Qualität als auch das Sauerkraut und die tolle Sauce.

Nach kurzer Zeit fanden sich auch immer mehr Mopeds und Roller auf dem Parkplatz. Die häufigen Frage der Biker-Gäste nach Alkoholfreien Bier verursachten immer ein verwundertes Kopfschütteln des Chefs.

Die Piefkes, jedes Wochenende ein neuer Schmarrn!

Chef ist übrigens auch Imker und verkauft aus den Bienenstöcken, die man weit entfernt gegenüber auf der Almwiese stehen sieht, den besten Almrosenhonig - meine künftigen Frühstücke werden immer den Sommerduft der Zirmbach Alm haben - Guuuutttt! .



Da Susanne einen fixen Termin gegen 17 Uhr in München hatte,war uns klar die große Runde über Timmelsjoch war für uns zu weit um pünktlich in München zurück zu sein, so dass wir Plan B in Angriff nahmen, die Rückfahrt über den Fernpass und dann Garmisch.



Hoch oben im Kühtai findet sich großartige Landschaft und wenn man einen Meter neben die Straße schaut wahre Kleinode. Da plätschert direkt neben dem Straßengraben ein kleines Rinnsaal und blüht blauer Enzian.



Überall verteilt in der wunderschönen Landschaft finden sich Erholungssuchende vermutlich aus Innsbruck, Imst und anderen nahen Tiroler Städten. Sie sonnenbaden, grillen, ruhen, schlafen, wandern, radeln. Kurz gesagt Sonne und Natur genießen - ganz wie in München in den Isarauen - nur eben in frischer Bergluft in gut 2.000 m Höhe. Trotzdem ist nichts in der weitläufigen Landschaft überlaufen, sondern jeder findet sein gemütliches Plätzchen.



Susanne und ich haben unsere Beverlys getauscht. Susanne möchte auch einen Eindruck von dem neuen Sattel bekommen. Unser Sattler Herr Siam wartet nämlich noch auf eine Rückmeldung ob er den zweiten genau so machen soll wie meinen!



Wir sind dann kurz danach auf den Weg ins Inntal. Hier ein Panorama. Im Inntal hat es bei schönen Wetter wie heute auch 30° und mehr.



Kurz vor dem Fernpass gibt es noch Mal eine kurze Rast für die Piloten und wenig später auch an einer Shell Tankstelle Benzin Nachschub für unsere Roller. Unsere beiden Damen haben sich für etwas über 300 km mit 9,3 bzw 9,6 l begnügt. Dies entspricht einem Verbrauch von 3,1 bzw. 3,2 l/100 km. Das ist sehr sparsam.



Der Fernpass ist immer noch eine der wichtigsten Nord/Südverbindungen und entsprechend dicht in beiden Richtungen befahren. Daher windet sich die Autoschlange entsprechend zäh bergan. Mit den gut 33 PS können wir viele Gegenverkehrslücken zum Überholen nutzten und kommen zügig bis zur Passhöhe in 1.210 m voran. Von oben aus hat man einen wunderschönen Blick auf das Wettersteingebirge und die Zugspitze. Um dieses Gebirgsmassiv und der Zugspitze herum geht es auf der B23 in Richtung Garmisch-Partenkirchen. Auf einem schönen Parkplatz noch vor Garmisch-Partenkirchen machen wir uns hungrig über unsere Brotzeit her. Rollerfahren ist anstrengend.



Bei dieser Gelegenheit wechseln wir untereinander wieder die Roller. Susanne und ich sind sehr zufrieden mit dem neuen Sattel. er ist viel bequemer als der viel zu kurz geratene Original Kamel-Höcker Sattel. Hier ein Foto unseres Eigen-Designs



Die weitere Strecke über Garmisch-Partenkirchen, Walchensee, Jachenau in Richtung Bad Tölz fahren wir bei wenig Verkehr. Vermutlich bereitet sich jeder in Deutschland schon auf den Straßenfeger, das Abend-Event, die Fußball Europa Meisterschaft, Deutschland gegen Dänemark vor und hat deshalb auf den Sonntags Ausflug verzichtet.



Eine letzte Wasserpause hinter Bad Tölz und wird sind nach rund 350 km wieder sicher Zuhause. Unsere Beverlys haben uns wieder ein Mal überzeugt.


Tourfakten:
Länge: 350 km
Hier ein Link zum Motoplaner mit unserer Tour.

Wichtige Adressen:
Alpengasthof Zirmbachalm
Zirmbach 1
6183 Kühtai
Telefon: 0043 (0) 5239 21625
Web: http://www.zirmbachalm.at



Oggi tirata fuori la bestiolina!

Link zu diesem Beitrag Beitrag melden

Aktualisieren Seitenanfang

1 Einträge

 
1 Beiträge